THESEN-Umfrage: zur GLAUBENS-& KIRCHENREFORM / meine antworten

chrig-umfrage

 

 

 

Die Kirche braucht eine Sprachoffensive – nach innen und nach außen. *

was sind das für kriegerische formulierungen? schöpfer und schöpfung verdienen von uns genauso lebendig und vielschichtig zur sprache gebracht zu werden, wie wir sie erspüren – insbesondere letzteres scheint mir eher verloren gegangen!

Die Kirche muss verdeutlichen, dass die Bibel Gotteswort in Menschenwort ist. *

wir können von schöpfer & schöpfung, von gott, wie wir ihn in verschiedensten schriften nicht anders als in konkreten begegnungen untereinander vermittelt antreffen können, nur so sprechen, wie wir es in unserer geschöpflichen begrenztheit nun eben einmal verstehen/zu verstehen glauben und weiterzugeben/zu verdeutlichen suchen. wir haben immer nur menschenwort – tradiert schriftlich wie tradiert oder neu mündlich – und unser eigenes gespür für uns selbst, einander, die schöpfung und deren urgrund.

Wir brauchen mehr Gott und weniger Kirche. *

…??! zu einer solchen frage und phrase ! wir brauchen innerhalb wie außerhalb kirchlicher verfasstheit ein zur-sprache-kommen-lassen dessen, was uns im verhältnis zu uns selbst wie zu allem mitgeschaffenen und dessen immerwährend lebendiger innerer kraft trägt und bewegt. dazu brauchen wir ´zwei oder drei in jesu namen versammelte´, also ´kirche´, mal mehr oder finder fest institutionalisiert, mal institutionswandelnd eher klein- oder auch  eher großteilig. und wir brauchen lust und mut, gottes eigenem ´urteil´, wie es die genesis uns zumutet, zu vertrauen: ´´und siehe, es war gut´´ – es ist es heute nicht minder, wo immer wir nicht geschaffenem im wege stehen, ihm gar in den weg treten, sondern das, was von allem´in gottes hand geschrieben ist,´ zu erspüren trachten, zu respektieren und ihm den raum zu geben, den es braucht: gottes schöpfung ist in meinen augen kein durch sünden ´versehrtes´ , sondern nur ein nicht begriffenes und niemals geschöpfsseits voll zu begreifendes paradies…

Ein neuer Sinn für Liturgie ist nötig. *

liturgie als gottesdienstlich ritulisiertes und ritualisierbares miteinander, das uns hinwendet auf unseren schöpfer und seine schöpfung, in der wir   – zwischen geburt und tod und weit darüber hinaus – leben haben und weiterschenken dürfen – damit wir es nicht verschenken im sinne von geringschätzen und mit füßen treten…

Christsein ist politisch. *

barmherzig sein und im urgrund alles geschaffenen aufgehoben noch im schrecklichsten geschehen,   –   wie es uns jesus am kreuz wie in der begegnung mit zweien seiner jünger auf dem weg nach emmaus, begreifen lassen ´wollte´ –   entgegen jeder schmähenden, unserer ´armut im geiste´ wieder und wieder trotzen zu müssen und zu sollen glaubenden, wechselseitigen verurteilungen !   das, in der tat, ist immer weit mehr als einfach ´persönlich´ , es ist unaufhebbar ggf. sogar (hoch-)politisch, ob nun intendiert oder nicht!   (und wenn es ein so oder so in irrtümern gefangenes christentum wäre, wie wir alle es nicht selten selbst praktizieren und historisch wie aktuell in dieser welt antreffen: das eine wie das andere formt unsere gegenwart mit!) keine religion dieser welt wäre je unpolitisch. ihre institutionen wie ihre anhänger sind in dem, was sie tun und lassen, wirkende – ´partei´ als ´christen, muslime,…´ sollten sie nicht ´sein´ und vielleicht auch nicht so sehr ´ergreifen´ wollen: vgl.paulus über die liebe im 1. korintherbrief…

Die Kirche muss sich demokratisieren. *

dass die beiden großen christlichen kirchen hierzulande noch immer, die einen mehr, die anderen weniger, monarchistische bzw. landesväterliche züge aufweisen, sollten wir langsam überwinden: ohne diese züge  – sprich: das bemühen um und das sich-verstricken in mehr oder minder kontrollierbare glaubensformeln –   gewönne unser aller gottesdienstlich akzentuierbares zusammenkommen sicher neu fruchtbar werdende lebendigkeit. nicht ´demokratie´ statt ´autorität´ wird unsere kirchlichen institutionen wieder mit neuer überzeugungskraft zu erfüllen vermögen, sondern die für alle christgläubigen unterschiedslos gültige seligpreisung aus jesu bergpredigt: ´selig die armen im geiste, denn ihrer ist das himmelreich´/sprich: ´…denn ihnen offenbart sich diese schöpfung als das vom schöpfer aus sich heraus in wunderbares leben gesetzte paradies´!   >>> erhebe sich also keine/r – eingedenk ihrer/seiner unaufhabbaren geistigen/geistlichen armut -über die/den anderen: einfacher gemeinsam oder auch erschieden suchender und findender austausch genügt. gottes schöpfung ist unermesslich vielfältig. ´einheit´ ist mit sicherheit nicht ihr thema, sondern respektvoll staunende und zu- wie miteinander aufbrechende begegnung !

Die Zukunft des Christentums ist ökumenisch – oder gar nicht. Die Ökumene bedarf der Taten – nicht nur der Worte. *

…?? zu einer solchen these.   –   wenn ökumene ein gemeinsames verstehen-lernen-wollen dessen bedeutet, was uns über gott und seine schöpfung, also nicht zuletzt auch uns, in den evangelien als neu vertieftes religiöses erfahrungswissen anvertraut ist, und wenn das nicht allein auf persönlichen ebenen, sondern in diesem verständnis auch institutionell neue relevanz erhalten könnte, wird dergleichen das ´christentum´ für sich selbst und ´alle´ welt wieder neu erfahrbar werden lassen. ansonsten lebt für sich, was keine austauschpartner findet, solange das so ist. aus der welt ist nichts, was einmal in ihr war bzw. ist…

Das Christentum muss mit allen Religionen gemeinsam danach streben, die Vernunft zum Leuchten zu bringen, die dem Frieden dient, und Fanatismus zu bekämpfen. *

wiederum: … ?? zu einer solchen these.   –   menschen, die sich als von jesus inspiriert fühlen und verstehen und sich von schlimmen schicksalen um sich herum umtreiben lassen , werden versuchen, mit liebe (im sinne des paulusbriefes) dort hinzuschauen, wo einzelne, gruppen, gesellschaften, völker, staaten wie staatengemeinschaften einander verfehlen, weil und solange sie sich selbst ein stück weit verfehlen – um herauszufinden, was da gut tun könnte…, —   und davon das ihre anzubieten, soweit sie es vermögen. gott hat uns in jesus seinen frieden mit uns zugesichert. sichern wir einen solchen frieden endlich auch einander zu: der gott der evangelien kämpft nicht, weder mit und für, noch gegen uns ! wann lassen auch wir den gott des ´alten testamentes´ der bibel endlich vollständig hinter uns? jesu leben lehrt uns den frieden des ´vater-unsers: ´wie auch wir vergeben unseren schuldigern´. wo wir das nicht schaffen, halten wir unsere welt (unser jeweiliges stück weit) mit im ´übel´ !!

Es ist Zeit für ein Glaubenskonzil. *

eine sich selbstorganisatorisch entwickelnde religionsplattform im internet etwa schiene mir da mit geeigneterer offenheit ausgestattet als etwas, das man als ´konzil´ bezeichnen würde. — auf einer solchen plattform hätte jede/r teilnahme-interessierte (gleich welcher religions- oder konfessionszugehörigkeit) jede woche bis donnerstag gelegenheit, themen-beiträge für die folgewoche einzustellen und zu breiter erörterung anzubieten. in den gemeinden (oder wie auch immer sich zusammenfindend) könnten sich diskutenten-gruppen bilden, die in wechselnder folge gemäß anmeldung für die auswerter-rolle in woche x zum jeweils kommenden donnerstag aktiv würden, um unter der fragestellung, die ihr aktuell am meisten am herzen liegt, den diskurs der gesamtplattform für die folgewoche mit wunsch-akzenten zu versehen… – das ganze begleitet von einer (plattform-teilnehmer-spenden-finanzierten) forschungsgruppe, die jahresberichte erarbeitet und in den medienkanälen außerhalb der religionsplattform an die öffentlichkeit bringt.

 

 

wie und wo wir uns finden  pf-lang

 

wie und wo wir uns finden

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